Wer in Spenge eine Photovoltaikanlage plant, findet heute schnell mehrere Angebote.
Lokale Handwerksbetriebe, regionale Photovoltaikunternehmen aus OWL, größere Anbieter und deutschlandweit arbeitende Vertriebsorganisationen konkurrieren um dasselbe Projekt.
Das ist für Kunden grundsätzlich gut.
Schwieriger wird es erst beim Vergleich.
Denn zwei Angebote mit 10 kWp Photovoltaik und 10 kWh Speicher können auf dem Papier nahezu identisch aussehen – technisch und wirtschaftlich aber deutlich auseinanderliegen.
Deshalb würden wir einen Solarteur nicht danach auswählen, wer die meisten Module verspricht oder den niedrigsten Gesamtpreis nennt.
Interessanter ist die Frage:
Wie gut wurde das konkrete Haus verstanden?
Muss ein guter Solarteur direkt aus Spenge kommen?
Nicht zwingend.
Regionalität ist wichtig. Aber Regionalität bedeutet für uns nicht, dass zwischen Büro und Baustelle unbedingt nur drei Kilometer liegen müssen.
Viel entscheidender ist:
Ist der Ansprechpartner tatsächlich erreichbar?
Kennt der Anbieter die Region?
Werden die lokalen Netzprozesse beherrscht?
Kann jemand bei Bedarf zum Gebäude kommen?
Und gibt es auch nach der Installation noch einen Ansprechpartner?
Ein Unternehmen aus dem direkten OWL-Umfeld kann deshalb genauso regional arbeiten wie ein Anbieter mit einer Geschäftsadresse direkt im Stadtgebiet.
homesun solar sitzt beispielsweise in Bielefeld und plant Photovoltaikprojekte unter anderem in Spenge und dem umliegenden OWL-Raum.
Mehr zu unserer Planung vor Ort findest du unter Photovoltaik in Spenge.
Ein gutes Angebot beginnt nicht mit dem Modul
Viele Beratungsgespräche starten direkt mit Produkten:
„Wir haben gerade dieses 460-Watt-Modul.“
„Dazu nehmen wir einen 10-kWh-Speicher.“
„Der Wechselrichter ist gerade im Angebot.“
Für uns wäre das die falsche Reihenfolge.
Bevor über Hersteller gesprochen wird, sollten zunächst andere Dinge klar sein:
Wie groß ist die nutzbare Dachfläche?
Wie hoch ist der heutige Stromverbrauch?
Wann wird Strom verbraucht?
Gibt es Verschattung?
Ist eine Wärmepumpe geplant?
Kommt ein Elektroauto?
Wie sieht der Zählerschrank aus?
Soll Ersatzstrom möglich sein?
Wie soll sich das Haus in den nächsten Jahren verändern?
Erst danach lässt sich sinnvoll darüber sprechen, welche Technik dazu passt.
Genau deshalb ist die Planung wichtiger als die Produktliste.
Herstellerunabhängig heißt nicht, jede Marke verbauen zu müssen
Herstellerunabhängige Planung wird teilweise missverstanden.
Ein Anbieter muss nicht 30 Modulhersteller, 20 Wechselrichter und 15 verschiedene Speicher anbieten.
Entscheidend ist etwas anderes:
Das Haus sollte nicht automatisch in ein einziges vorgegebenes System gedrückt werden.
Bei einem Gebäude ist vielleicht eine besonders hohe Modulleistung wichtig, weil die nutzbare Dachfläche begrenzt ist.
Bei einem anderen Projekt steht Ersatzstrom im Mittelpunkt.
Beim nächsten Kunden geht es vor allem um eine gute Einbindung von Wärmepumpe und Wallbox.
Und wieder jemand möchte später den Speicher erweitern.
Dann können unterschiedliche Systeme sinnvoll sein.
Für uns bedeutet herstellerunabhängig deshalb:
Erst Anforderungen bestimmen.
Danach passende Technik auswählen.
Nicht umgekehrt.
Warum die Dachplanung mehr ist als „Wie viele Module passen drauf?“
Ein Dach kann auf einem Luftbild sehr einfach aussehen.
Vor Ort können aber Details auftauchen:
Gauben.
Dachfenster.
Schornsteine.
Entlüftungen.
Verschattung.
Unterschiedliche Dachneigungen.
Anbauten.
Carports.
Mehrere Dachausrichtungen.
Auch die Belegung selbst kann unterschiedlich geplant werden.
Manchmal lohnt sich eine zusätzliche Dachseite trotz etwas niedrigerem Ertrag, weil dort zusätzliche Module günstig mitinstalliert werden können.
In anderen Fällen ist es wirtschaftlich sinnvoller, eine kleine stark verschattete Teilfläche freizulassen.
Deshalb würden wir nicht automatisch versuchen, jede freie Fläche mit einem Modul zu belegen.
Aber genauso wenig würden wir eine gut geeignete Dachfläche ungenutzt lassen, nur weil ein Standardpaket beispielsweise bei 10 kWp endet.
Wie wichtig ist der Stromspeicher beim Angebotsvergleich?
Sehr wichtig.
Aber nicht so, wie häufig verkauft wird.
Ein großer Batteriespeicher macht ein Angebot nicht automatisch hochwertiger.
Ein 15-kWh-Speicher sieht auf einer Angebotsseite beeindruckender aus als ein 7-kWh-System.
Wenn der Haushalt die zusätzliche Kapazität kaum nutzt, wurde vor allem mehr Batterie gekauft.
Deshalb würden wir nachfragen:
Warum wurde genau diese Speichergröße ausgewählt?
Wie hoch ist der bisherige Stromverbrauch?
Welche Lasten entstehen abends und nachts?
Ist eine Wärmepumpe geplant?
Kommt ein Elektroauto?
Soll das System später erweitert werden?
Welche Ersatzstromfunktion bietet der Speicher tatsächlich?
Mehr dazu erklären wir ausführlich unter Stromspeicher Spenge.
PV und Wärmepumpe sollten gemeinsam gedacht werden
Dieser Punkt wird für viele Hausbesitzer zunehmend wichtiger.
Wer heute Photovoltaik installiert und bereits weiß, dass die bestehende Gas- oder Ölheizung in einigen Jahren durch eine Wärmepumpe ersetzt werden soll, sollte diesen zusätzlichen Stromverbrauch bereits heute berücksichtigen.
Sonst wird eine Photovoltaikanlage möglicherweise optimal auf den aktuellen Haushaltsstrom ausgelegt – und zwei Jahre später passt das Gesamtsystem nicht mehr so gut.
Deshalb gehört die Frage nach zukünftigen Verbrauchern für uns in ein gutes Beratungsgespräch.
Mehr dazu findest du unter Photovoltaik und Wärmepumpe in Spenge.
Der Zählerschrank kann über mehrere Tausend Euro entscheiden
Auf dem Dach ist alles geklärt.
Die Module passen.
Der Speicher steht fest.
Das Angebot sieht gut aus.
Und dann kommt der Elektriker und stellt fest, dass am Zählerschrank umfangreich gearbeitet werden muss.
Solche Situationen sind ärgerlich – insbesondere dann, wenn diese möglichen Kosten vorher überhaupt nicht angesprochen wurden.
Nicht jeder ältere Zählerschrank muss automatisch ersetzt werden.
Umgekehrt sollte man aber auch nicht davon ausgehen, dass jede bestehende Anlage ohne Anpassungen weitergenutzt werden kann.
Deshalb gehört für uns die elektrische Situation möglichst früh in die Planung.
Ein vermeintlich günstiges Angebot kann sonst später durch zusätzliche Elektroarbeiten deutlich teurer werden.
Wer übernimmt die Netzanmeldung?
In Spenge ist bei vielen Photovoltaikprojekten Westfalen Weser Netz relevant.
Der Netzbetreiber unterscheidet unter anderem zwischen typischen Erstanlagen bis 15 kW und größeren Anlagen beziehungsweise Erweiterungen.
Bei entsprechenden Erstanlagen bis einschließlich 15 kW kann der Prozess ohne separate vorgelagerte Einspeisevoranfrage starten. Der Zählerantrag wird durch einen eingetragenen Elektroinstallateur gestellt.
Ein Kunde muss diese Abläufe nicht selbst bis ins Detail kennen.
Er sollte aber wissen, wer sie übernimmt.
Deshalb würden wir vor Vertragsabschluss fragen:
Wer stellt den Zählerantrag?
Wer übernimmt die Anlagenmeldung?
Wer kommuniziert bei Rückfragen mit dem Netzbetreiber?
Wer begleitet einen notwendigen Zählerwechsel?
Und wer kümmert sich nach der Inbetriebnahme um das Marktstammdatenregister?
Den Ablauf haben wir ausführlich unter Photovoltaik bei Westfalen Weser Netz anmelden erklärt.
Marktstammdatenregister nicht vergessen
Auch nach erfolgreicher Anmeldung beim Netzbetreiber bleibt ein weiterer administrativer Schritt.
Photovoltaikanlage und gegebenenfalls Batteriespeicher müssen im Marktstammdatenregister korrekt erfasst werden.
Für neue Anlagen gilt grundsätzlich eine Frist von einem Monat nach der Inbetriebnahme.
Wer diesen Schritt innerhalb des Projekts übernimmt, sollte deshalb ebenfalls geklärt sein.
Mehr dazu findest du unter Marktstammdatenregister: Photovoltaikanlage richtig registrieren.
Warum ein günstiger Preis nicht automatisch schlecht ist
Wir würden einen günstigen Anbieter nicht allein wegen seines Preises ausschließen.
Wenn zwei Unternehmen exakt dieselbe Leistung anbieten und eines davon günstiger arbeitet, ist das selbstverständlich ein Vorteil.
Das Problem ist:
Photovoltaikangebote sind selten exakt gleich.
Bei Anbieter A sind möglicherweise enthalten:
Gerüst.
Zählerschrankarbeiten.
Netzanmeldung.
Speicher.
Energiemanagement.
Ersatzstrom.
Dokumentation.
Bei Anbieter B tauchen einige dieser Punkte erst später als Zusatzkosten auf.
Deshalb sollte man nicht nur die große Zahl unten rechts vergleichen.
Interessanter ist:
Was bekomme ich für diesen Preis tatsächlich?
Aktuelle Preisorientierungen und typische Zusatzkosten behandeln wir unter Photovoltaik Kosten Spenge.
Welche Angaben sollte ein gutes Photovoltaikangebot enthalten?
Ein Angebot sollte zumindest so konkret sein, dass ein Kunde nachvollziehen kann, was geplant wurde.
Dazu gehören aus unserer Sicht unter anderem:
konkrete Modulbezeichnung,
Anzahl der Module,
Gesamtleistung der PV-Anlage,
Wechselrichter,
Speicher inklusive Kapazität,
Montagesystem,
Gerüst beziehungsweise Gerüstregelung,
Elektroarbeiten,
Anmeldeleistungen,
eventuelle Arbeiten am Zählerschrank,
Ersatzstrom- oder Backup-Funktion,
Projektpreis.
Bezeichnungen wie:
„Premium Modul“
„Top Wechselrichter“
„High-End Speicher“
helfen beim Vergleich kaum.
Je genauer das Angebot, desto leichter lässt sich später nachvollziehen, was tatsächlich geschuldet ist.
Ist eine Vor-Ort-Besichtigung notwendig?
Nicht jedes Projekt benötigt zwingend vor dem ersten Richtangebot eine vollständige technische Besichtigung.
Mit guten Fotos, Verbrauchsdaten, Dachmaßen und digitalen Planungstools lässt sich heute bereits viel vorbereiten.
Bevor ein Projekt endgültig geplant und umgesetzt wird, sollten kritische Punkte aber geklärt sein.
Dazu gehören insbesondere:
Dach.
Zählerschrank.
Kabelführung.
Aufstellort des Speichers.
gegebenenfalls Wärmepumpe.
besondere Montagesituationen.
Ein sehr konkretes Festpreisangebot ausschließlich auf Basis einer Adresse und ohne weitere Gebäudedaten würden wir deshalb kritisch betrachten.
Wie wichtig sind Garantie und Service?
Photovoltaikanlagen laufen viele Jahre.
Deshalb endet die Entscheidung nicht beim Kaufpreis.
Bei Modulen gibt es Produkt- und Leistungsgarantien.
Bei Speichern und Wechselrichtern gelten wiederum andere Bedingungen.
Dabei sollte man genau hinschauen.
Zehn Jahre Garantie können bei zwei Herstellern vollkommen unterschiedlich ausgestaltet sein.
Interessant sind unter anderem:
Was wird tatsächlich garantiert?
Material?
Arbeitszeit?
Transport?
Austauschgerät?
Restkapazität des Speichers?
Wer ist Vertragspartner der Garantie?
Und was passiert, wenn der Hersteller beziehungsweise Importeur irgendwann nicht mehr am Markt ist?
Gerade bei komplexeren Energiesystemen mit Speicher und Wärmepumpe wird Service deshalb wichtiger.
Was ist mit Finanzierung?
Photovoltaik, Speicher und Wärmepumpe können zusammen schnell eine größere Investition ergeben.
Deshalb fragen heute viele Kunden nicht nur:
Was kostet die Anlage?
Sondern auch:
Wie hoch wäre die monatliche Rate?
Wenn eine Finanzierung angeboten wird, sollte sie genauso transparent erklärt werden wie die Technik.
Interessant sind unter anderem:
Effektiver Jahreszins.
Laufzeit.
mögliche Sondertilgungen.
Anzahlung.
vorzeitige Ablösung.
Gesamtkosten über die Laufzeit.
Ein niedriger Monatsbetrag allein sagt wenig aus, wenn dafür die Laufzeit sehr lang ist.
Finanzierung sollte deshalb eine Möglichkeit sein, ein sinnvolles Projekt umzusetzen – nicht ein Mittel, um ein zu teures Projekt kleinzurechnen.
Regionale Planung bedeutet auch, Spenge nicht als austauschbaren Ortsnamen zu behandeln
Spenge besteht aus unterschiedlichen Siedlungsbereichen.
Neben Spenge-Mitte gehören Bardüttingdorf, Hücker-Aschen, Lenzinghausen und Wallenbrück zum Stadtgebiet.
Gerade außerhalb des Zentrums gibt es viele freistehende Wohngebäude und teilweise größere Grundstücke beziehungsweise Dachflächen.
Andere Gebäude wiederum liegen dichter bebaut oder besitzen deutlich komplexere Dachformen.
Ein pauschales „PV-Paket Spenge“ ergibt deshalb wenig Sinn.
Die Postleitzahl entscheidet nicht über die Anlagengröße.
Das Gebäude tut es.
Welche Fragen würden wir einem Solarteur stellen?
Wenn wir selbst zwei Angebote vergleichen müssten, wären diese Fragen für uns besonders interessant:
Warum wurde genau diese Anlagengröße gewählt?
Warum dieser Speicher?
Welche Dachflächen wurden berücksichtigt?
Welche zukünftigen Verbraucher sind eingeplant?
Sind Gerüst und Elektroarbeiten vollständig enthalten?
Wurde der Zählerschrank betrachtet?
Wer übernimmt die Netzanmeldung?
Welche Arbeiten können später zusätzlich berechnet werden?
Welche Ersatzstromfunktion ist tatsächlich enthalten?
Wer ist nach der Inbetriebnahme Ansprechpartner?
Welche Garantiebedingungen gelten wirklich?
Sind diese Fragen nachvollziehbar beantwortet, wird ein Angebotsvergleich wesentlich einfacher.
Fazit: Der beste Solarteur verkauft nicht möglichst viel Technik
Eine Photovoltaikanlage sollte viele Jahre zum Haus passen.
Deshalb würden wir einen Solarteur in Spenge nicht danach auswählen, wer das stärkste Modul, den größten Speicher oder den niedrigsten Einstiegspreis anbietet.
Entscheidender ist:
Wurde das Gebäude verstanden?
Ist die Anlagengröße nachvollziehbar?
Passt der Speicher zum Verbrauch?
Sind Wärmepumpe und E-Auto mitgedacht?
Ist die elektrische Seite berücksichtigt?
Sind die Leistungen transparent?
Und gibt es auch nach der Montage einen Ansprechpartner?
Ein gutes Angebot erklärt nicht nur, was eingebaut werden soll.
Es erklärt auch, warum genau diese Lösung zum Gebäude passt.
Photovoltaik in Spenge planen
Du möchtest deine Photovoltaikanlage in Spenge nicht nach einem Standardpaket, sondern passend zu Gebäude, Verbrauch und zukünftigen Anforderungen planen?
Mehr dazu findest du unter Photovoltaik in Spenge.